Kreistagsfraktion besuchte das Krankenhaus Marbach

Die Kreistagsfraktion besuchte am Freitag, 4.3.2016, das Krankenhaus Marbach, um sich für die anstehende Diskussion um den Ausbau der Altersmedizin innerhalb der Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim gGmbH fit zu machen.

Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag ließen sich am Freitag, 4.3.2016, bei einem gemeinsamen Vor-Ort-Termin mit Vertretern der SPD-Fraktion die derzeitige Situation des Marbacher Krankenhauses sowie die künftigen Entwicklungsmöglichkeiten schildern.

Regionaldirektior Matthias Ziegler und der ärztliche Direktor Dr. Marc Müller begrüßten die Kreistagsfraktionen im Ärztehaus Marbach. Ziel des Besuchs war es, einen aktuellen Überblick über die Situation des Krankenhauses und seine Weiterentwicklung zu erhalten. Regionaldirektor Matthias Ziegler und ärztlicher Direktor Dr. Marc Müller führten die interessierten Kreisräte/innen den Weg eines Notfallpatienten durch die verschiedenen Bereiche und eröffneten im komplexen Innenleben des Krankenhauses viele Einblicke auch in die Funktionsbereiche und die stationäre Versorgung der Patienten/innen, die sich dort zur Behandlung einfinden. Beide Fraktionen waren sich einig, dass hier gute Arbeit geleistet wird.

Das Krankenhaus ist stets über 80% ausgelastet, eine Belegung die betriebswirtschaftlich als Vollauslastung definiert wird. Zuweisungen erhält das Marbacher Krankenhaus auch von den umliegenden Gemeinden, insbesondere auch aus Ludwigsburg, da dort die Kapazitäten öfter nicht ausreichen. Die mit etwa 120 Mitarbeiter/innen engagierten Teams leisten seit Jahren nach dem Eindruck der grünen Kreistagsdelegation hervorragende Arbeit und sichern die medizinische Grundversorgung  im ländlichen Raum über die Landkreisgrenze hinaus in den Rems-Murr-Kreis.

Besondere Aufmerksamkeit wird im Marbacher Krankenhaus der aktivierenden Pflege geschenkt, die das medizinische Leistungsportfolio nachhaltig ergänzt. Überhaupt ist der Schwerpunkt Geriatrie - also die am Patienten ausgerichtete altersgerechte Medizin – in Marbach ein angesichts der demografischen Entwicklung sehr wichtiges Versorgungselement. So bewusst seit 2012 aufgebaut. Marbach nützt den umliegenden Kliniken als sogenannte Portalklinik, die eine qualifizierte Grundversorgung sicherstellt, der sich bei Bedarf die Verlegung in spezialisierte Häuser im Klinikverbund des Landkreises anschließt. Die geriatrische Versorgung leistet das Krankenhaus zusätzlich zu dieser Grundversorgung.

Besonders interessiert waren die Kreisräte/innen auch an der Begehung im Außenbereich, bei der Regionaldirektor Ziegler die Erweiterungsmöglichkeiten des Klinikbaus darstellte. Nördlich des Krankenhauses stehen 6.700 qm Bebauungsfläche zur Verfügung, die aus Sicht der grünen Delegation eine langfristige bedarfsgerechte Weiterentwicklung garantieren könnten. Der östliche Teil des Krankenhausgeländes würde sich für einen Umbau eignen, der ggf. auch im laufenden Betrieb durchgeführt werden könnte. Denkbar wäre auch eine sinnvolle Kombination beider Varianten.

Die 12 Mio. Euro, die bereits in das Ärztehaus investiert wurden, sehen die grünen Kreisräte/innen als eine strategisch sinnvolle Investition, die die ambulante Versorgung gemeinsam mit dem Krankenhaus Marbach sichert. Dass es dabei viele Synergien zwischen den beiden Einrichtungen gibt, versteht sich von selbst. Deshalb ist es auch für das Ärztehaus wichtig, die stationäre Versorgung zu sichern und langfristig weiter zu entwickeln.

In der anschließenden Diskussionsrunde wies Kreisrätin und Aufsichtsratsmitglied Andrea Stockmayer-Mohn nochmals auf eine konkrete Bedarfsanalyse hin, die für die weitere Planung notwendig sei.
Die grüne Kreistagsdelegation sah sich mit vielen Eindrücken und Erkenntnissen über den Krankenhausbetrieb in Marbach wieder einmal in der Notwendigkeit des Standorterhalts bestätigt. Sie würde es deshalb begrüßen, wenn das Krankenhaus Marbach nicht nur erhalten, sondern dass dort die Geriatrie ausgebaut und  damit zugleich auch die medizinische Grundversorgung drittes Standbein im Landkreis bleibt.

Andrea Stockmayer-Mohn und Andreas Roll hoffen in diesem Sinn in den anstehenden Beratungen mit der angekündigten Präsentation der Gutachten, auch  des Baugutachtens, auf mehr Transparenz und konkrete Informationen für die bevorstehenden Beratungen im Klinikverbund RKH und in den Kreistagsgremien.

Bericht: Andreas Roll